the 6th sense | HTC One (M8)

„The best is about to get better“ – so die wenig dezente Ankündigung vor der Präsentation des HTC One M8 am 25.März in London und New York. Das haben wir doch schon mal gehört …

Duale
Ultrapixel-Kamera

Android 4.4 | KitKat
LTE
Snapdragon 801

Richtig: Auch bei Apple kämpft man regelmäßig mit dem Problem, bereits ein Top-Produkt zu führen, dieses aber in der Spirale der Produkt-Updates immer wieder verbessern zu müssen. Und beim neuen HTC One, der Zusatz M8 wird aus dem Sprachgebrauch wohl wieder verschwinden, hat sich schon augenscheinlich einiges getan. Dünner sieht es aus, und anschmiegsamer ist es geworden. Sanfte Rundungen zu allen Seiten nehmen dem metallischen Unibody die Härte. Dabei muss es HTC gelungen sein, die Interferenzen zwischen Aluminium und den vielen Antennen, zehn beim HTC One, zu minimieren. Hier scheint HTC den Wettbewerbern einen Schritt voraus zu sein.

Voraus gesagt oder „geleakt“ wie es sich im Sprachgebrauch eingebürgert hat, war bereits die duale Ultrapixel-Kamera. Über die Auflösung hat sich HTC zunächst nicht ausgelassen, wohl aber darüber, dass die Entwicklung nicht auf mehr, sondern auf größere Pixel zielte. Die Kameras sollen die Entfernung zu den Motiven technisch erkennen können und entsprechend fokussieren. Alle Informationen zusammen fließen in ein Bild mit hoher Schärfentiefe oder ermöglichen eindrucksvolle Effekte. Wer schon mal die App Nokia Refocus benutzt hat, kennt sie. Während die Lumia-App für die Erfassung der Bildinformationen allerdings ein Weilchen braucht, sollte das beim HTC One dank der beiden Objektive schneller vonstatten gehen, zumal sie in weniger als 300 Millisekunden fokussiert haben sollen. Interessant für Entwickler: Die Bildinfos sind für Apps von Drittanbietern abgreifbar. Für die Nachbearbeitung bietet HTC unter anderem die Übertragung ausgewählter Motive per Cut & Paste in andere Bilder an. Zwei LEDs sollen Farbtemperatur und Helligkeitsoptimierung bei Bedarf optimal auf die Motive abstimmen. Dem Zeitgeist entspricht auch die neue 5-Megapixel-Frontkamera mit Weitwinkel – ideal, wenn mehr als nur Augen, Nase, Mund und Ohren auf einem Selfie erscheinen sollen.

Auch das Premium Feature des Vorgängers, die Stereo-Frontlautsprecher, ist nicht in Vergessenheit geraten, sondern wurde nach eigener Aussage klanglich verbessert, und die Lautstärke um ordentliche 25 Prozent gesteigert. Gespannt sein kann man auch auf HTC Connect. Wischen mit drei Fingern soll ausreichen, um das Internetradio oder einen gerade gehörten Titel an kompatible Geräte zu übertragen. HTC arbeitet hierbei mit Partnern wie Pioneer und Yamaha oder Parrot zusammen. Es bleibt zu hoffen, dass das One darüber hinaus auch einen der offenen Standards unterstützt.

Neben der bekannten HTC-Software Zoe, die um eine Cloud-Integration erweitert wurde, bekommt auch der unter HTC Sense 6 erhalten gebliebene Startbildschirm Blinkfeed neue Schnittstellen, zum Beispiel zum Fitness-Tracker fitbit. Erfreulich sollte sich in der Praxis erweisen, dass die Updates zu Blinkfeed, Zoe oder der neu gestalteten HTC Gallery künftig über Googles Play-Store zu beziehen sein sollen, lt. der aktuellen Ankündigung auch für andere Modelle der One-Familie wie das One Mini oder das One Max. Den gleichen Weg ist auch schon Microsoft gegangen, wo einstige Systembausteine wie Xbox Music in den Store ausgelagert wurden um Aktualisierungen zu vereinfachen.

Einen buchstäblichen 6. Sinn hat HTC seinem Flaggschiff über die Sensorik eingepflanzt: wofür in ersten Ansätzen bereits über Klopfzeichen eingesetzt werden, nämlich für das umständliche Entsperren, bringen die Ingenieure bei HTC Sensoren für Bewegung, Rotation und Annäherung ins Spiel, soll heißen: Bewegt man das Smartphone bei einem herein kommenden Anruf zum Kopf und hält es nah genug an das Ohr, kann der Anruf automatisch angenommen werden. Hierfür müssen die Sensoren natürlich auch im Standby aktiv sein, was üblicherweise zu Lasten des Akkus geht. Laut HTC arbeiten die Sensoren aber mit wenig Energie, wie überhaupt im Gesamten der Stromverbrauch gesenkt, und der Akku gegenüber dem Vorgänger gewachsen sei. Ob hieraus tatsächlich 40 Prozent mehr Laufzeit raus geholt werden können, muss sich in der Praxis beweisen.

Und darauf muss man nicht mehr lange warten: Noch im April soll es bei über 230 Anbietern in über 100 Ländern erhältlich sein. In Deutschland werden unter anderem Mobilcom Debitel, O2, Telekom und Vodafone sowie Amazon, Mediamarkt und Saturn dabei sein. Außerdem wird es zumindest in den USA eine Gooble-Play-Version mit Stock-Android geben.

3 thoughts on “the 6th sense | HTC One (M8)

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