Edge ≠ Edge | Was kann das gebogene Display des Samsung Galaxy S6 Edge?

Samsung Galaxy S6 Edge

Bild: Samsung

EdgeColorsEs kam wie erwartet, hat sich schnell herumgesprochen, und sorgt für helle Vorfreude auf den Verkaufsstart am 10. April:  Das Galaxy S6 ist hübscher, wird sich kabellos laden lassen und in einer Variante mit gebogenem Display auch als Samsung Galaxy S6 Edge auflaufen. Das kam bereits beim stiftbedienbaren Galaxy Note Edge gut an, war dort jedoch noch auf eine Seite begrenzt, während die andere gerade blieb. Das Display des S6 ist zu beiden Seiten gebogen, die hier versteckten zusätzlichen Funktionen können Linkshänder also bei Bedarf auch verlagern. Die Unterschiede liegen allerdings nicht nur im Design; auch die Funktionalität des gebogenen Seitenbereichs ist eine andere als beim Galaxy Note Edge.

Beim größeren Note Edge funktioniert der Seitenbereich wie ein zweiter Bildschirm. Das signalisiert auch die Auflösung des 5,6 Zoll-Displays, die für das Note Edge mit 2560 Pixeln in der Höhe auf 1440 „+16“ in der Breite angegeben wird. Es gibt zahlreiche, nicht nur von Samsung entwickelte Edge-Leisten mit Infos oder Funktionen, zwischen denen der Benutzer nach Aktivierung hin und her blättern kann. Apps können die Seitenleiste für die Steuerung verwenden, der Benutzer kann sie aber jederzeit mit einem Wisch durch eine globale Edge-Leiste überlagern. Mehr dazu erläutert die Beschreibung des Galaxy Note Edge.

Das 5,1 Zoll-Display des S6 Edge ist nicht zweigeteilt. Dennoch spendiert Samsung ihm einige zusätzliche Funktionen, denen gleichfalls das besondere Design zugute kommt: Zum einen lässt sich im ausgeschalteten Bildschirm eine Zeitanzeige aktivieren, die wie beim Note Edge zur festgelegten Zeit des nachts erscheint und zur Morgenstunde wieder verschwindet. Zum anderen kann man auch hier auf dem schwarzen Bildschirm über die Rundung streichen, um die Benachrichtigungen als Laufschrift anzeigen zu lassen. Aber auch im eingeschalteten Zustand bietet das S6 Edge mit einer farblichen Codierung von Anfruferinformationen eine Besonderheit gegenüber dem Standard S6: Weist man bis zu 5 Kontakten eine jeweils individuelle Farbe zu, beginnt die Seitenleiste bei Eingang eines Anrufs, einer E-Mail oder Textnachricht in der entsprechenden Farbe zu leuchten. Bei nicht allzu ungünstigen Lichtverhältnissen ist das Lauflicht auf dem gebogenen Display auch dann sichtbar, wenn das S6 Edge bildlich auf dem Bauch liegt, also mit dem Rücken nach oben. In diesem Fall lässt sich der Anruf durch Berührung des Pulsmessers mit einer Standardnachricht beantworten, etwa der Art „Bin in Besprechung, rufe zurück“.

People Edge beim Galaxy S6

People-Edge: Ein Wisch von der Seite, und schon erscheinen 5 bevorzugte Kontakte. Durch unterschiedliche Farbcodes erkennt man auch beim umgedrehten Smartphone, wer gerade anruft oder eine Nachricht geschickt hat.

Die Unterschiede der Edge-Nutzung sind vermutlich der nur 7 mm flachen Bauhöhe des S6 Edge gegenüber 8,3 mm beim Note Edge geschuldet. Mit 2560 auf 1440 Pixeln hat das S6 Edge aber das gleiche phantastische Quad-HD-Amoled-Display in 5,1 Zoll wie das normale S6 und wird von Samsung sicher zu Recht als das derzeit fortschrittlichste Display dieser Größenordnung gepriesen.

Herausgeputzt mit einem leichten Metallrahmen und Gorillaglas 4 auf der Vorder- und Rückseite hat das neue Samsung Flaggschiff nun endlich auch optisch die ersehnte Rundumerneuerung erfahren. Samsungs Online-Store zeigt bereits vorab beide Modelle in den Farben White Pearl, Black Sapphire und Gold Platinum. Während es das Standard S6 zusätzlich in Blue Topaz geben wird, kommt dem S6 Edge als exklusive Farbe Green Emerald zu.

S6 Farben

Auf der Rückseite sind sie kaum zu unterscheiden. Von rechts nach links: 3x Galaxy S6 in Blue Topaz, White Pearl und Gold Platinum, und zwei S6 Edge in Black Sapphire und Green Emerald.

 

 

Nachfolgend die bis auf die Display- und Geräteabmessungen identischen Herstellerangaben. Erwähnenswert dürfte noch die 16 Megapixelkamera sein, mit Real-Time HDR, einer Blende von f/1.9  und optischer Bildstabilisierung, die allerdings auch schon das S5 hatte. Neu ist aber auch die kurze Bereitschaftszeit von 0,7 Sekunden (Herstellerangabe) nach einem Doppelklick auf die Home-Taste.

Samsung Galaxy S6 / S6 Edge
Herstellerangaben

Galaxy S6 Galaxy S6 edge
Network LTE Cat.6 (300/50Mbps)
Display 5.1’’ Quad HD(2560×1440) 577ppi, Super AMOLED 5.1’’ Quad HD(2560×1440) 577ppi, Super AMOLED, Dual edge
AP Quad 2.1GHz + Quad 1.5Ghz, Octacore application processor
OS Android 5.0 (Lollipop)
Camera 16MP OIS(rear), 5MP (front)
Video MP4,M4V,3GP,3G2,WMV,ASF,AVI,FLV,MKV,WEBM, VP9
Audio Codec MP3, AMR-NB, AMR-WB, AAC, AAC+, eAAC+, WMA, Vorbis, FLAC, OPUS
Audio Format MP3, M4A, 3GA, AAC, OGG, OGA, WAV, WMA, AMR, AWB, FLAC, MID, MIDI, XMF, MXMF, IMY, RTTTL, RTX, OTA
Camera Features Quick Launch, Tracking AF, Auto Real-time HDR(Front & Rear) , F1.9, Low Light Video(Front & Rear), High Clear Zoom, IR Detect White Balance, Virtual Shot, Slow Motion, Fast Motion, Pro Mode, Selective Focus
Additional Features Ultra Power Saving Mode, Download Booster, S Health 4.0, Samsung Pay, Smart Manager, Microsoft Apps(OneDrive 115GB for 2 years, OneNote), Sound Alive+, Themes, Quick Connect, Private Mode, S Finder, S Voice
Google Mobile Services Chrome, Drive, Photos, Gmail, Google, Google+, Google Settings, Hangouts, Maps, Play Books, Play Games, Play Newsstand, Play Movie & TV, Play Music, Play Store, Voice Search, YouTube
Connectivity WiFi: 802.11 a/b/g/n/ac (2.4/5GHz), HT80 MIMO(2×2) 620Mbps, Dual-band, Wi-Fi Direct, Mobile hotspot, Bluetooth 4.1, A2DP, LE, apt-X, ANT+, USB: USB 2.0, NFC, IR Remote
Sensor Accelerometer, Light, Gyroscope, Proximity, Compass, Barometer, Fingerprint, Hall, HRM
Memory RAM: 3GB, LPDDR4, Internal Memory: 32/64/128GB, UFS 2.0
Wireless Charging WPC1.1(4.6W Output) & PMA 1.0(4.2W) compatible
Dimension 143.4 x 70.5 x 6.8mm, 138g 142.1 x 70.1 x 7.0mm, 132g
Battery 2,550mAh 2,600mAh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.