first touch | Nokia Lumia 930

Der dreispaltige Startscreen ist nur eine der Neuheiten, mit denen das Lumia 930 aufwartet.

Der dreispaltige Startscreen ist nur eine der Neuheiten, mit denen das Lumia 930 aufwartet.

Das Lumia 930 gehört zu Nokias Topmodellen, mit LTE, NFC und Induktionsladung. Der Nachfolger der Modelle 920 und 925 hat für ein hochklassiges Smartphone mit 579 Euro einen vergleichsweise moderaten Preis und könnte noch im April in die deutschen Läden kommen, spätestens aber bis Juni.

Die Präsentation des neuen Flagschiffs auf der Entwicklerkonferenz Microsoft Build 2014 in San Franzisco ging einher mit der Vorstellung des Betriebssystem Updates Windows-Phone 8.1. Letzteres zeig auf dem Lumia 930 als einem der ersten seine deutlichen Verbesserungen, allem voran ein Info-Center mit Benachrichtigungen und einem Schnellzugriff auf die Sysemeinstellungen, wie WLAN, Bluetooth oder eine Rotationssperre. Das ist für ein Smartphone an sich nichts neues – für ein Windows-Phone, wo man hierfür stets in die Systemeinstellungen abtauchen musste, aber schon. Weitere Neuigkeiten zum Update listet der Beitrag zu Windows Phone 8.1. Die neue Spracherkennung Cortana wird man auf dem Lumia 930 übrigens erstmal nicht finden, weil Deutschland bei deren Start noch nicht dabei ist. Die reichhaltige Software, mit der Nokia und Microsoft die Lumia-Modellreihe seit jeher bestücken ist aber dabei. Dazu gehören u. a. Microsoft Office, die HERE-Apps für die Offline-Navigation. Mehrere Apps für Nokias PureView-Kamera, die beim Lumia 930 mit 20 Megapixeln auflöst, sind zum Teil bereits installiert oder kostenlos im Windows Store erhältlich.

Die Verbindung aus Aluminium mit dem stabilden Kunstoff Polycarbonat, der wegen seiner Unverwüstbarkeit bereits beim Lumia 920 für Furore sorgte, hat Nokia beibehalten – aber leider auch die Bauform, in der kein Speicherkarteneinschub noch kein wechselbarer Akku vorgesehen sind. Neu aufgelegt hat Nokia die poppigen Farben: neben weiß und schwarz zieht das Lumia 930 vor allem in Neongrün und Orange die Blicke auf sich.  Dabei fasst sich der Rücken der matt-orangefarbenen Ausgabe durchaus angenehm samtig an.

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Das Lumia 930 hat auch poppigen Farben in petto: neben Weiß und Schwarz zieht es vor allem in Neongrün und Orange die Blicke auf sich.

OLED Displays sind eigentlich immer etwas besonderes. Die Vorgänger, noch ohne OLED-Display, zeichneten sich in der Praxis durch eine besonders gute Lesbarkeit unter heller Sonneneinstrahlung ab – eine Disziplin, die organische Leuchtdioden bislang nicht gewinnen konnten. Top ist in jedem Fall die Auflösung, die mit 1920 x 1080 Pixeln bei dem Fünfzöller genauso hoch ist wie beim sechs Zoll großen Lumia 1520 und Videos in Full HD darstellen kann. Corning Gorillaglas der Klasse 3 verspricht einen guten Schutz gegen Kratzer

Wer sich für die Tiefen der Hardware interessiert, kann mit dem Namen Snapdragon 800 schon etwas anfangen. Der vierkernige Chip des Herstellers Qualcomm ist nicht nur schnell (2,3 GHz), sondern besitzt  auch eine eigene Grafikeinheit, die Miracast unterstützt. Die kabellose Bildübertragung auf einen anderen Bildschirm ist ein fester Bestandteil von Windows Phone 8.1, aber auch abhängig vom Prozessor. So wird das Lumia 1520 nach dem Update ebenfalls dazu in der Lage sein, während die beiden kleineren Neuen, Lumia 630 und 635, vermutlich werden passen müssen.

Mit zwei Gigabyte Hauptspeicher wird das Lumia 930 gut arbeiten können. 32 Gigabyte Speicher für eigene Daten, also Fotos, Videos, und was man sonst noch so auf seinem Smartphone mitschleppt, sind zwar viel, aber auch das Maximum. Denn Speicherkarten kann man, wie schon bei den beiden direkten Vorgängern, beim Lumia 930 nicht einsetzen.

Mit dem Lumia 930 öffnen sich das Konglomerat aus Microsoft und Nokia auch gegenüber Fitness-Apps. Interessierte Entwickler erhalten das Software-Development-Kit (SKD), um die speziellen Niedrigenergie-Sensoren für Fitness-Apps in ihre Programme zu integrieren.

Das Lumia 930 wird definitiv das erste Top-Smartphone mit dem neuen Betriebssystem sein, hochwertig verarbeitet und voll ausgestattet. Was die Kameratechnik von Nokia betrifft, sägen andere Hersteller derzeit maßiv am Stuhl des Führenden. Eine ernst zunehmende Konkurrenz ist das HTC One mit Weitwinkel-Selfie-Cam und der Hauptkamera mit zwei Objektiven. Die arbeiten schneller als die Software-Lösung Nokia Refocus, wenn es um die Erfassung zusätzlicher Informationen für Effektbilder geht. Auch bei der Anpassung der LED-Farbtemperatur geben sich das HTC One und Apples TrueTone-Biltz überlegen. Beide Geräte sind allerdings teurer. Und die Qualität der Bilder muss sich erst noch einem direkten Vergleich unterziehen.

Technische Daten Nokia Lumia 930

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